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perspektive besichtigt Theresienstadt, Lidice und Prag

Die diesjährige Studienreise der perspektive mauthausen führte die Teilnehmer:innen nach Theresienstadt, Lidice und Prag. Die Besichtigung in Theresienstadt erstreckte sich über das von den Nazis errichtet Getto in dem mehr als 140.000 Juden und Jüdinnen von November 1941 bis am 9. Mai 1945 gefangen waren. Nur wenige von ihnen überlebten. Der Großteil wurde in Ausschwitz vernichtet oder starb im Getto. In der kleinen Festung Theresienstadt gab es zudem ein Konzentrationslager, auch für politische Häftlinge. Im Mai 1942 wurde von Widerstandkämpfern in Prag ein Attentat auf den NS Reichsprotektor Heydrich verübt. Die am Attentat beteiligten wurden in ihrer Zufluchtstätte, der Kirche St. Cyrill getötet. Die Angehörigen der Attentäter wurden nach Mauthausen deportiert und in der Gaskammer ermordet. Aus Rache gab Hitler den Befehl das nahe Prag gelegene Dorf Lidice auszulöschen, dem Erdboden gleich zu machen und alle Bewohner:innen, darunter 82 Kinder zu töten. Lidice, Prag und Mauthausen verbindet somit diese schreckliche Geschichte. Eine Geschichte die beim Besuch der Gedenkstätten auch angesprochen wurde. Dabei wurde vereinbart weiter in Kontakt zu bleiben und über unsere Landesgrenzen hinweg zusammen zu arbeiten.

In vielen Ländern, auch in Österreich ist die Demokratie durch den immer mehr werdenden Rechtextremismus, Rassismus und Antisemitismus gefährdet. Die Teilnehmer:innen wurden bestärkt, dass es angesichts dieser gegenwärtigen Situation in Europa eine internationale Zusammenarbeit und eine aktive Gedenkkultur braucht. Der Vorsitzende der perspektive mauthausen Walter Hofstätter und die mitgereiste Nationalrätin Sabine Schatz sind sich einig: „Wir müssen aus der Geschichte lernen, wir wollen nicht, dass sich diese Schreckenszeit wiederholt.“