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[:de]Über 100 Interessierte auf den Spuren der Mühlviertler Menschenhatz[:]

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Mehr als 100 Interessierte folgten der Einladung der perspektive mauthausen sich vergangenen Samstag auf die Spuren der Mühlviertler Menschenhatz zu begeben. In der Nacht von 1. auf 2. Februar 1945 versuchten 500 Häftlinge des KZ Mauthausen dem sicheren Tod durch Flucht zu entkommen. Die von den Nazis als „Hasenjagd“ bezeichnete Hetze auf die Flüchtenden machte nicht nur die Täter in der Bevölkerung, sondern vor allem die vielen mutigen Menschen die in den unterschiedlichsten Formen halfen, sichtbar. Die von der perspektive mauthausen organisierte und inhaltlich begleitet Gruppe machte sich von der KZ-Gedenkstätte Mauthausen querfeldein auf den Weg nach Ried um in diese Geschichte einzutauchen. Den bewegenden Abschluss bildeten die persönlichen Erzählungen von Anna Hackl. Der damals jüngsten Tochter der Familie Langthaler aus Winden, die in der Familie auf ihrem Bauernhof zwei KZ-Häftlinge bis zur Befreiung versteckte und damit rettete. Nach dem großen Interesse an dieser zeitgeschichtlichen Wanderung plant die perspektive bereits die nächste Veranstaltung, eine musikalisch begleitete Lesung mit Maria Hofstätter mit berichten von Menschen auf der Flucht von damals und aus der Gegenwart am 1. März 20:00 Donausaal Mauthausen.[:]